E-Zigaretten werden immer beliebter unter Rauchern. Asthmatiker neigen dazu vom Passivrauch der E-Zigarette Asthmaanfälle zu erleiden. Die Untersuchung von US-Amerikanischen Forschenden, beschäftigt sich mit der Frage, ob Passivrauch der E-Tschick Asthmaanfälle bei Kindern und Jugendlichen verursachen kann.

An 70.000 Schülerinnen und Schülern aus Florida zwischen 11 und 17 Jahren wurde über einen längeren Zeitraum eine Studie durchgeführt. 11.830 unter ihnen sind Asthmatiker. Rund 20% erlitten innerhalb der vergangenen 12 Monate einen Asthmaanfall. Etwa ein Drittel der Asthmatiker war regelmäßig in Kontakt mit Passivrauch von elektronischen Zigaretten.
Dr. Martina Pötschke-Langer: „Für den Konsum von E-Zigaretten in Innenräumen gilt: Das Aerosol belastet die Innenraumluft. E-Zigaretten geben gesundheitsgefährdende und potenziell gesundheitsgefährdende Stoffe in die Raumluft ab; dazu gehören Propylenglykol, Glycerin, Nikotin und Aromen mit allergener Wirkung wie Eugenol und Benzylalkohol sowie geringe Mengen von Kanzerogenen wie Formaldehyd, Acetaldehyd, Acrolein und gesundheitsschädliche Metalle wie Nickel.“

Obwohl andere Faktoren wie Geschlecht, Ethnie, Alter und Wohnort (z. B. Großstadt oder Dorf) miteinberechnet wurden stellte sich heraus, dass diese das Ergebnis in keiner Weise beeinflussten. Kinder und Jugendliche durchlebten öfter Asthmaanfälle, wenn sie Passivrauch von E-Zigaretten oder ähnlichen Geräten ausgesetzt waren.
Es ist von großer Wichtigkeit, dass noch weitere Studien zu dem Thema gemacht werden, um diesen Effekt zu bestätigen und in weiterem Sinne die Langzeitfolgen zu untersuchen. In der Zwischenzeit wäre es sinnvoll, wenn Ärzte ihre Patientinnen und Patienten auf die möglichen Risiken von elektronischen Zigaretten und anderen Nikotinprodukten hinweisen, da diese oftmals für relativ harmlos gehalten werden. Solange man nicht regelmäßig in der Gegenwart von Passivrauch ist, ist laut Dr. Doberer Asthma eine mit modernen inhalativen Medikamenten gut therapierbare Krankheit.

Die Gefahr von E-Zigaretten wird unterschätzt

Dass E-Zigaretten weniger Schadstoffe enthalten als konventionelle Tabakerzeugnisse ist weit verbreitet, doch gesundheitliche Beeinträchtigungen werden unterschätzt oder erst gar nicht erwähnt. Noch gibt es zu wenig klinische Studien, um zu wissen, inwieweit von E-Zigaretten eine Gesundheitsgefahr ausgeht. Eine Liste an Nebenwirkungen ist jedoch schon bekannt: Irritationen im Mund- und Rachenraum, trockener Husten und Übelkeit sind die häufigsten unerwünschten Symptome. Langfristige Schäden durch Mikropartikel und allergische Reaktionen auf einige der Aromen sind zumindest denkbar.

Besonders kritisch ist, das E-Zigaretten häufig den Einstieg in den Tabakkonsum für Kinder und Jugendliche darstellen. Fachleute befürchten, dass nicht zuletzt diverse zugesetzte Aromen wie Schokolade oder Gummibärchen die E-Zigarette für Jugendliche attraktiv machen könnten.

Quellen
ÖGP-Kongress 2015: E-Zigarette und Shisha – die Rückkehr des Rauchens in neuem Gewand
E-Zigaretten: eh harmlos. Oder?